01.02.2017

Landtagsfahrt

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Landtagsfahrt mit Bezirkskolpingern

Salzbergen/Hannover. Als Dankeschön für das ehrenamtliche Engagement im gesellschaftspolitischen Bereich, insbesondere vor den Kommunalwahlen 2016, haben  jetzt 45 Kolpinger aus dem Diözesanverband Osnabrück an einer Fahrt zum Niedersächsischen Landtag in Hannover  teilgenommen.

„Wir hatten seinerzeit diese Fahrt als kleinen Anerkennungspreis ausgelobt“, dankte Diözesansekretär und Leiter des Kolping-Bildungshauses-Salzbergen, Markus Silies den Vertretern der Organisationsteams für die kommunalpolitischen Initiativen in den einzelnen Kolpingfamilien im Raum Emsland, Osnabrück und Grafschaft Bentheim.  Den Auftakt des Programms bildete ein Besuch im „ka:punkt“, der einzigen katholischen Einrichtung in Hannovers Innenstadt. „Wir verstehen uns als eine neue Art Kirche, mitten in der Stadt; hier sind wir in offenen Räumen für alle Menschen präsent, unabhängig von der Kirchenzugehörigkeit“, stellte Leiterin Jutta Johannwerner die Einrichtung vor. Träger sei der Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden in der Region Hannover. Zum umfangreichen Angebot gehören auch Beratungsgespräche.

Die aktuelle Sitzung des Landtages im Interimsplenarsaal konnten die Teilnehmer nur per Livestream verfolgen, zumal das Landtagsgebäude derzeit umgebaut wird. Debattiert wurde über Kita-Gebühren, ein Thema das auch in den Kolpingfamilien diskutiert wird. Zum anschließenden Gespräch mit den Landtagsabgeordneten aus der Region  konnte Markus Silies die CDU-Abgeordneten Heinz Rolfes, Bernd-Carsten Hiebing, Christian Calderone und Clemens Lammerskitten begrüßen. Von der SPD waren Gerd Will und  Frank Henning sowie Gabriele König (FDP) der Einladung gefolgt. Einig waren sich die Parlamentarier, dass Bildungspolitik gut und wichtig, aber auch teuer sei. Man müsse darauf achten, dass die Kommunen nicht über Gebühr belastet, sondern entlastet werden. Angesichts der guten finanziellen Situation dank  sprudelnder Steuereinnahmen und niedriger Zinsen  sei es verführerisch, tief in die Kassen zu greifen. Die Zeiten könnten und würden sich wahrscheinlich wieder ändern.  Diskutiert wurden weitere Themen wie Innere Sicherheit, Sozialbetrug, Schulinspektion und Schulentwicklung sowie Sonntagsschutz und Schuldenabbau.

Als Höhepunkt des Besuchsprogramms entpuppte sich ein Besuch im Büro von Landtagspräsident Bernd Busemann. Der oberste Repräsentant des Landes Niedersachsen nahm sich viel Zeit, um als langjähriges Mitglied der Kolpingfamilie mit den Kolpingsöhnen und –schwestern zu diskutieren. Busemann hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für Politik und Demokratie. Er begrüßte es außerordentlich, dass der Einsatz der Kolpingfamilien im Vorfeld von Wahlen Tradition habe. Neben Kommunal- und Bundestagswahlen seien die Landtagswahlen ebenso wichtig. Viele Entscheidungen, die die Bürger direkt betreffen,  würden in Hannover getroffen. Deshalb müsse jeder von seinem demokratischen Grundrecht Gebrauch machen und zur Wahl gehen. „Demokratie ist ein hohes Gut und nicht selbstverständlich“, betonte Busemann angesichts politischer Entwicklungen in Europa und der Welt. Es sei nicht auszuschließen, dass demokratiefeindliche Strömungen Mehrheiten erzielen.  Dann werde entsetzt gefragt: „Wie konnte das passieren?“

Die Besuchergruppe aus dem Landkreis Osnabrück wurde von Landtagspräsident Bernd Busemann (Mitte) in seinem Büro empfangen. Foto: Heinz Krüssel

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