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Kolping

1861-2011 150 Jahre Kolpingsfamilie Ellwangen



Kolpingsfamilie Ellwangen 2011


Die Kolpingsfamilie Ellwangen feierte ihr 150-jähriges Bestehen am 28./29. Mai 2011 zwei Tage lang mit Festabend und Kundgebung.

Unter das Motto „In der Kirche zu Hause – engagiert für die Welt“ hat die Kolpingsfamilie Ellwangen ihr Wirken gestellt und Profil gezeigt: Sie feierte das 150-jährige Bestehen.

Groß war die Zahl der Festredner am Samstag bei der Jubiläumsfeier in der Stadthalle. Es wurde Rückschau auf das Geleistete gehalten und Ausblick auf künftige Herausforderungen für die Kolpingsfamilie gegeben.
Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Ellwangen, Siegfried Ohrnberger, begrüßte die Gäste und blickte auf die Anfänge zurück, als Gesellen anno 1861, noch zu Lebzeiten Adolph Kolpings, den damaligen Gesellenverein und den Kolpingchor gründeten. „Viele Männer und Frauen haben die Idee und die Ideale Adolph Kolpings gelebt und verwirklicht. Für sie war Kolping ein Vorbild, der vom Glauben an Gott geprägt war“, sagte Ohrnberger. Aus diesem Glauben heraus habe er sich um die Menschen und sozialen Missstände seiner Zeit gekümmert. Ohrnberger ergänzte: „Im Dialog zwischen Kirche und Welt hat er die Sprache der Menschen getroffen und Antworten gefunden auf ihre jeweilige Lebenssituation.“ Jugend und Familie und die Arbeiter wolle man in der Zukunft tatkräftig weiter unterstützen und gesellschaftliche Aufgaben übernehmen.

Landrat Pavel: „Es ist gut, dass es Sie gibt“
Oberbürgermeister Karl Hilsenbek würdigte das Angebot der Kolpingsfamilie Ellwangen und das vielfältige Engagement in den Bereichen Kultur, Kirche und Gesellschaft. In der Kolpingsfamilie habe man Angebote für jede Altersgruppe, seien es Chorgesang, Bildungs- und Informationsangebote, Jugendfreizeiten oder die zahlreichen karitativen Projekte. „In ihrer Familie kann sich jeder nach seinen Talenten engagieren und Gemeinschaft erleben“, so Hilsenbek.
Landrat Klaus Pavel sagte: „Sie haben gesellschaftspolitische Verantwortung übernommen und mit Freude, Tatkraft und Mut das Miteinander in der Gemeinschaft gefördert. Es ist gut, dass es Sie gibt.“ Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter strich die Bildungs- und Wertevermittlung der Kolpingsfamilie heraus – Bildung und Wissen über den christlichen Glauben. Landtagsabgeordneter Winfried Mack lobte das Engagement der Gemeinschaft, die immer auch gesellschaftliche Missstände bekämpfte.



Der Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, Thomas Dörflinger, sprach zum Thema „Die Nöte der Zeit werden Euch lehren …“. Materielle Nöte seien es damals gewesen, die die Gesellen dazu veranlassten, den Gesellenverein zu gründen. Heute lege das Kolpingwerk verstärkt Augenmerk auf den Schutz der Ehe und die Förderung von Familie und Bildung. „Es ist heute unsere Verpflichtung, mit denen zu teilen, denen es nicht so gut geht und Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten“, betonte Dörflinger, der sich bei der Kolpingsfamilie Ellwangen für die geleistete Arbeit bedankte. Danach wurden das Ehrendiplom und die neue Festschrift an die Kolpingsfamilie Ellwangen überreicht.
Weitere Grußworte sprachen der Bundespräses Monsignore Ottmar Dillenburg, der Diözesanvorsitzende Eugen Abler, Bezirkspräses Michael Windisch, Präses Jens Brodbeck, der 2. Vorsitzende des Bezirks Ostalb, Wolfgang Haas, und Pfarrer Martin Schuster. Der Kolpingchor, unter der Regie von Hermann Weigold und das Blechbläserensemble der Städtischen Musikschule unter Leitung von Wendelin Dauser, unterhielten die Gäste mit stimmungsvollen Liedbeitragen. Mit Bläserbegleitung wurde zum Schluss das Kolpinglied gemeinsam gesungen.



Kritische Worte von Weihnbischof Dr. Johannes Kreidler

Rund 500 Besucher nahmen am Sonntag auf dem Marktplatz an der Jubiläumsfeier und der Kundgebung bei herrlichem Sonnenschein teil. Vor dem Gottesdienst, der von Weihbischof Dr. Johannes Kreidler zelebriert wurde, marschierten Fahnenabordnungen von insgesamt 21 Kolpingsfamilien aus dem Ostalbkreis und dem Diözesanverband vor der malerischen Kulisse der Basilika auf. Der Weihbischof strich in seiner Predigt das segensreiche Wirken Adolph Kolpings heraus und sein gemeinschaftsstiftendes Handeln. „Heute sind die Menschen jedoch schwer zu erreichen“, sagte er, und fügte kritisch an: „Es ist Krisenzeit auch in der Kirche, die wesentlich bedingt ist durch die Missbrauchsfälle.“
Bei der anschließenden Kundgebung beglückwünschte Oberbürgermeister Karl Hilsenbek die Kolpingsfamile Ellwangen zu ihrem 150-jährigen Bestehen und sagte: „Sie haben sich in vielfältiger Weise in unserer Gesellschaft vorbildlich eingebracht.“ Diözesanpräses Christoph M. Schmitz dankte den Mitgliedern: „Ihr seid über viele Jahre der Kolpingsfamilie treu geblieben.“ Der 2. Vorsitzende des Bezirks Ostalb, Wolfgang Haas, sprach ein weiteres Grußwort.



Bei der Kundgebung referierte Bundespräses Ottmar Dillenburg zum Thema „Kolping – auf Höhe der Zeit.“ Er betonte, dass der Geist von Adolph Kolping heute in 61 Ländern der Erde in Kolpingsfamilien überaus lebendig gehalten werde. „Meldet euch zu Wort und mischt euch ein, wenn es um christliche Wertvorstellungen geht, um Schöpfung, Rechte, Nächstenliebe, Familie, Menschenwürde.“
Der gemischte Chor „Intonata“ unter der Leitung von Anke Renschler und der Musikverein Rattstadt unter dem Taktstock von Gebhard Baumann umrahmten die Feier musikalisch eindrucksvoll.