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Peter Becker

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Kolping

Unsere Jubiläen




Unser Jubiläum - 95 Jahre Kolpingsfamilie Essen-Burgaltendorf - und den Kolpinggedenktag haben wir am 13.12.15 ganz besonders gefeiert.


Diesen besonderen Tag haben wir mit der hl. Messe um 10:00 Uhr begonnen. Beim anschließenden Sektempfang gratulierten Pastor Hans-Ulrich Neikes und der Bezirksbürgermeister der Ruhrhalbinsel Manfred Kuhmichel zum 95-jährigen Bestehen unserer Kolpingsfamilie. Werner Streicher entzifferte für uns die Sütterlinschrift einiger Passagen der Gründungsprotokolle.


Nach dem anschließenden Mittagessen im Gemeindeheim wurden die  Neuaufnahmen begrüßt und die Jubilare geehrt. Bei Kaffee und Kuchen haben wir diesen Tag mit einem gemütlichen Miteinander ausklingen lassen.





Kolpingsfamilie Essen-Burgaltendorf feiert 90-jähriges Jubiläum

 Aufstellen eines „Glöckchens" als Wandlungsglocke im Chorraum der Herz Jesu - Kirche

als Geschenk der Kolpingsfamilie Essen-Burgaltendorf an die Gemeinde Herz Jesu

anlässlich unseres 90-jährigen Bestehens am 12.12.2010

 



Liebe Kolpinggeschwister,

 bei Aufräumarbeiten im Keller des Altenheimes „Am Kirchhof" in Essen-Burgaltendorf entdeckten Mitglieder unserer Kolpingsfamilie eine alte, verrostete Stahlglocke, die – wie sich später herausstellte – für die Gemeinde Herz Jesu eine besondere Bedeutung hatte und zukünftig auch wieder haben soll.

 

Diese Glocke diente – wie noch vielen Kolpinggeschwistern bekannt – im Dachreiter der Herz Jesu - Kirche als Wandlungsglocke.

Bei der Recherche unseres Kolpingbruders Werner Streicher über Herkunft und Einsatz des in Rede stehenden „Glöckchens" konnte er folgende Fakten zusammentragen:

 Das „Glöckchen" rief in der Joseph - Kapelle in Essen-Mitte – gelegen im heutigen Westend, dem früheren Krupp-Gelände – von 1870 bis 1894 eine junge Gemeinde mit einer aktiven Marianischen Männerkongregation zu den Gottesdiensten. Die stark wachsende Gemeinde, geleitet von Jesuiten, baute von 1894 bis 1896 eine neue, große St. Joseph – Kirche, die 1943 durch Bomben zerstört wurde. Die Reste wurden 1957 gesprengt und die Pfarrei aufgelöst.

Als die Altendorfer Bürger bei Errichtung des Seelsorgbezirks im Jahre 1896 den Saal der Gaststätte Siepmann „Zu den drei Linden" als Betsaal ausstatteten, erwarben sie von der Joseph – Kapelle einen Hochaltar und ein „Glöckchen".

Als die Herz Jesu - Kirche – mit Dachreiter, aber ohne Turm – 1900 benediziert wurde, wurde auch das „Glöckchen" im Dachreiter installiert. Bis zur Fertigstellung des Turmes mit 4 großen Glocken rief sie bis 1914 die Gläubigen zum Gottesdienst. Anschließend diente sie noch als Wandlungsglocke und wurde mit einem Seil von Hand geläutet.

 Bei der Beseitigung eingetretener Bergschäden und im Zuge weiterer Sanierungsarbeiten wurde sie im Jahre 1972 abmontiert. Zunächst wurde sie im Keller des Pfarrhauses und später im Lagerraum des Altenheimes untergestellt.

Als unser Präses, Pastor Molitor, die Glocke sah und von der geschichtlichen Bedeutung erfuhr, entwickelte sich im Zusammenwirken mit dem Vorstand unserer Kolpingsfamilie die Idee, dass die Glocke wieder in den Dienst genommen und zukünftig von den Messdienern im Chor als Wandlungsglocke geschlagen werden sollte.

 Anlässlich des 90-jährigen Bestehens unserer Kolpingsfamilie in diesem Jahr wurde diese Idee in die Tat umgesetzt.

Die Glocke wurde von dem Kunstschmied Carsten Lelgemann aus Burgaltendorf auf Kosten unserer Kolpingsfamilie aufgearbeitet und in einem von ihm gefertigten „Glockenstuhl" aufgehängt.

Im Rahmen eines sehr feierlich gestalteten und zelebrierten Festgottesdienstes, der von einem Messkreis unserer Gemeinde mit Unterstützung von weiteren Kolpinggeschwistern vorbereitet wurde, wurde die Glocke am 12.12.2010 mit den Bannern der Kolpingsfamilien des Bezirkes Essen-Süd und denen der Burgaltendorfer Vereine und Verbände in unsere Kirche getragen und am Altar der Gemeinde übergeben.

 Kolpinggeschwister erzählten der Gemeinde die Geschichte der Glocke und die unserer Kolpingsfamilie von der Gründung 1920 bis heute. Zum Abschluss der alle bewegenden Messe sangen wir mit Unterstützung des Jugendchores und mit instrumentaler Begleitung durch unsere Kolpinggeschwister Conny und Michael Meurer das neue Kolpinglied „Wir sind Kolping".

 Im Anschluss fand ein Festakt in unserem Gemeindeheim statt.

Die gesamte Feier wurde von einem Festausschuss perfekt vorbereitet. Von einigen Kolpinggeschwistern wurde der Gemeindesaal feierlich geschmückt. In dieser schönen und festlichen Atmosphäre durften wir gemeinsam mit unserem Präses Pastor Ludger Molitor drei weitere Geistliche und 2 Diakone, allesamt Kolpingbrüder,

39 Vertreter der Burgaltendorfer Vereine und Verbände 31 Vertreter der Kolpingsfamilien des Bezirks Essen-Süd und insgesamt 123 Gäste als Mitglieder unser Kolpingsfamilie bzw. deren Lebenspartner begrüßen.  

 Präses Pastor Ludger Molitor und die Vertreter der Vereine und Verbände übermittelten ihre Glückwünsche. Unser Kolpingbruder, Pastor Gerhard Witzel, hielt die Festrede zum Thema „Flagge zeigen", die er mit kleinen Anekdoten aus seiner Jugend schmückte.

Anschließend wurden Elisabeth und Ludger Meier, Hanne Sögtrop, Ursula Hüttenmeister und Pfarrer i.R. Wolfgang Teipel in unsere Kolpingsfamilie aufgenommen.

 Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden Thomas Simon und Wilfried Klöfers für ihre 25-jährige und Willi Kappert für seine 60-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Anita Glettenberg und Wilma Steppeler konnten ebenso wenig an der Ehrung für 25-jährige Vereinszugehörigkeit teilnehmen wie Josef Beckmann für seine 60-jährige Vereinszugehörigkeit, da sie leider an diesem Tag verhindert waren.

 Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken mit von Kolpingschwestern selbstgebackenen Kuchen und Torten fand dieser Tag seinen krönenden Abschluss.

 Ich bedanke mich herzlich bei allen Kolpinggeschwistern, die zum Gelingen dieses Festaktes auf vielfältige Weise beigetragen haben, und bei allen Gästen, die durch ihre Anwesenheit in der Kirche und im Gemeindeheim ihre Verbundenheit zu unserer Kolpingsfamilie zum Ausdruck gebracht haben.

 Peter Becker

(Vorsitzender)